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Dieses Verfahren dient der Überprüfung des Absenders eines E-Mails und sorgt dafür, dass nur berechtigte Personen E-Mails versenden dürfen. Als berechtigt gelten dabei Personen, die sich zuvor erfolgreich über POP3 angemeldet haben (egal, ob dann Mails heruntergeladen wurden oder nicht). Vor der Einführung dieses Verfahrens waren Mailserver komplett geöffnet, das heisst, jeder der wollte, konnte darüber Mails versenden. Dies eröffnete jedoch auch unberechtigten Personen die Möglichkeit, über den Server Mails zu versenden. Das wird dann zu einem Problem, wenn ein Mailserver von einem Spammer missbraucht wird, also jemandem, der eine grosse Zahl von Mails (in der Regel Werbung) versendet. Gar nicht so selten sind solche E-Mails rechtswidrig, weil sie beispielsweise auf der Basis des Schneeballprinzips auffordern, Geld zu überweisen, oder weil darin gefälschte Ausweise angeboten werden, usw. Jedenfalls kann es in einem solchen Fall schnell dazu kommen, dass Sie und/oder wir als Betreiber des Mailservers angezeigt werden.
Wie funktioniert das Verfahren? POP-before-SMTP? Wenn Sie sich erfolgreich über POP3 anmelden (egal, ob Sie E-Mails zum Abrufen haben oder nicht), wird Ihre IP-Adresse zusammen mit der aktuellen Uhrzeit in eine Datenbank geschrieben. Jede Viertelstunde werden die Einträge entfernt, die älter als eine Stunde sind. Wenn Sie per SMTP einen Sendeversuch unternehmen, wird überprüft, ob Ihre IP-Adresse freigeschaltet ist. Wenn ja, wird das Mail verschickt. Wenn nein, wird es mit der Meldung "sorry, that domain isn't in my list of allowed rcpthosts" zurückgewiesen.
Einige Mailprogramme sind fest auf die Reihenfolge "Erst senden, dann empfangen" eingestellt. Dass das Senden dann nicht klappt, weil das Empfangen erst danach geschieht, dürfte klar sein. Wenn Sie den Vorgang wiederholen, sollte es funktionieren, da Sie dann ja mittlerweile angemeldet sind.
Sie sehen - auch wenn Ihnen das Verfahren im Moment noch unpraktisch erscheint, so dient es nur Ihrem eigenen Schutz.
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